Tischwebrahmen des Herstellers Ashford

Der Webrahmenhersteller „Ashford“ hat seinen Firmensitz in Neuseeland. Die Ashford-Webrahmen stehen für sehr gute Qualität und einem gut durchdachten Konzept. Für den einfachen Nachkauf bzw. Erweiterung des jeweiligen Gerätes hilft die von Ashford individuell für jedes Gerät vergebene Chargen-Nr. (Batch-No.)

Da ich bisher nur den Rigid Heddle RH400 ausreichend beurteilen kann, werde ich hier auch nur über die Serie „Rigid Heddle“ berichten; die Geräte aus dieser Serie sind baugleich und unterscheiden sich nur von der Webbreite.

Originalverpackung

Der Ashford Rigid Heddle wird in Einzelteilen geliefert. Für den Zusammenbau wird als Werkzeug Hammer und Schraubenzieher benötigt. Eine sehr gut und eindeutig bebilderte englische Aufbauanleitung ist beigefügt; dank der ausführlichen und wirklich sehr guten Bebilderung ist der Zusammenbau auch ohne englischen Sprachkenntnissen ohne Probleme möglich.

Der Rigid Heddle ist aus massiven Holz gearbeitet und sehr stabil. Ashford hat ein sehr umfangreiches Zubehör dabei, so z. B. auch einen „Hilfsdorn“ zum Spannen der Kette. Neben der Aufbauanleitung ist auch noch eine sehr ausführliche Anleitung zum Spannen der Kette und Weben beigefügt.

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Für das Webblatt hat Ashford neben dem oberen und unteren Fachstellung auch eine sog. „0-Stellung“ vorgesehen. Das Webblatt hat in jeder Stellung hervorragenden Halt.

Die Zahnräder und der Hebel zum Arretieren der Kette sind aus sehr stabilen Plastik.

Aufgebaut

Die Kette wird mit einer sog. Querleiste (Peitschenstock) an den Waren- und Kettbaum angebunden. Diese Querleisten sind mit Plastikhalterungen am Waren- bzw. Kettbaum befestigt.

Hinter_Webblatt An die Querleisten /Peitschenstock wird der erste Faden des Kettgarn fest angebunden. Dann wird der Spannfaden auf die gewünschte Länge gezogen, wobei der Faden bereits durch den Schlitz des Webblattes geführt wird. Der Spannfaden wird um den „Hilfsdorn“  gelegt auf dem „Rückweg“ wird der Faden durch den nächsten Schlitz geführt und von unten nach oben um den Peitschenstock des Kettbaumes geführt. Weitere Infos folgen in einem separaten Blogeintrag zum sog. Bäumen der Kette auf den Ashford Rigid Heddle.

Ashford hat für beide Fächer, also für das obere wie auch untere Webfach eine großzügige Spanne vorgesehen:

unteres Webfach: IMG_5560

oberes Webfach: IMG_5559

Das Webblatt ist von Ashford austauschbar gehalten und in vielen unterschiedlichen Stärken erhältlich. Weiteres optionales Zubehör kann auch noch dazugekauft werden, z. B. ein 2. Webkamm und / oder zusätzliche Schiffchen / Webernadel.

Dank des umfangreichen Zubehörs und der optionalen Erweiterungen bzw. andere Stärken des Webblattes ist dem „Weberherz“ so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Tischwebrahmen des Herstellers Allgäuer Webrahmen

Am Beispiel des Tischwebrahmen „Erika“ vom Hersteller „Allgäuer Webrahmen“ möchte ich die Tischwebrahmen dieses Herstellers vorstellen.

Warum ich mich für den „Erika“ entschieden habe lässt sich leicht erklären: Auf dem Tischwebrahmen „Erika“ webe ich derzeit mein Schultertuch „Buntmetall“. Da dieser baugleich zu seinen Geschwistern (größer und kleiner) ist habe ich den „Erika“ als Vertreter dieser Kategorie ausgesucht.

Der Tischwebrahmen „Erika“ hat eine Webbreite von 50 cm. Im Originalzustand ist er auseinandergenommen in einem handlichen Karton verpackt. Eine kurze Aufbauanleitung ist im Lieferumfang enthalten. Der Tischwebrahmen „Erika“ ist problemlos aufzubauen und man benötigt KEIN (!) Werkzeug. Da die Zahnräder wie auch die Spannung der Kettfäden haltende Hebel sind aus Hart-Plastik gefertigt sind, ist beim Aufbauen darauf zu achten, dass das Zahnrad und der Hebel beim Aufbauen nicht abbricht.

Tischwebrahmen_zerlegt

Außer dem Rahmen sind noch der Gatterkamm und zwei Webschiffen in der entsprechenden Breite im Originalkarton, sodass man schnell mit dem Bespannen und Weben anfangen kann.

Der Aufbau ist ein einigen Minuten schnell erledigt, da die Einzelteile mit Flügelschrauben am Rahmen befestigt werden. Der aufgebaute Webrahmen sieht so aus:

Tischwebrahmen_aufgebaut

Der Tischwebrahmen steht etwas erhöht; er hat an den jeweiligen Seiten feste „Füße“. Dank dieser „Füße“ können zum einen die spannungshaltenden Zahnräder bequem arretiert bzw. gelöst werden; zum anderen sind dadurch die stabilisierenden Querholme, die am Tischwebrahmen mit Flügelschrauben fest verankert sind, so weit unter dem „Warenbaum“, dass man fast unbegrenzt von der Länge her weben kann und das Webstück ganz ohne Probleme auf den Warenbaum aufwickeln kann, ohne dass diese stabilisierenden Querholme dem Warenbaum „in die Quere“ kommen, wie das bei den „Schul-„Webrahmen passieren kann.

Das Spannen der Kette ist beim Hersteller „Allgäuer“ das so wie auch bei seinen „Schul-„Webrahmen. Auf beiden Seiten, also beim „Waren-“ und der „Kettbaum“ sind die bekannten Einkerbungen , „Nasen“, an denen die Spannfäden befestigt werden.

Der gravierende Unterschied zu den „Schul-„Webrahmen ist hier der geschossene Gatterkamm. Der Gatterkamm ist zum einen für das Heben und Senken der Kettfäden, also für die Fachbildung, zuständig und zum anderen kämmt man mit diesem auch seinen Schussfaden nach unten.

Um die Spannfäden in den Gatterkamm einzuziehen müssen sie erst so weit auf den Kettbaum aufgewickelt werden, dass die Enden noch ein Stückchen vor dem Warenbaum enden. Jetzt muss man jede Schlaufe der Spannfäden einzeln (!) aufschneiden und den einen Faden durch den „Schlitz“ und den zweiten Faden durch die Öse des Gatterkamms vom Kett- in Richtung Warenbaum gezogen werden. Wenn alle Kettfäden immer abwechselnd durchgezogen sind, müssen sie am Warenbaum festgeknotet werden. Hier ist auf eine gleichmäßige Spannung zu achten. Das Bespannen ist in einem anderen Blog-Beitrag ausführlich erklärt; dort ist auch mein You-Tube-Video zum Bespannen des Tischwebrahmen „Erika“ zu finden.

Webkamm_fein

Wenn die Spannfäden (Kette) so weit aufgezogen ist, kommt das „Zahnrad“ zum Einsatz. Das Zahnrad mit dem kleinen Hebel arretieren den Spannfaden. Diese beiden Zahnräder teilen sich die Arbeit; sie sind am Kett- und Warenbaum angebracht, sodass ein gleichmäßiger Zug gewährleistet wird.

Tischwebrahmen_arretiert

Die Gatterkämme der Tischwebrahmen vom Allgäuer Webrahmen-Hersteller haben 2 Stellungen: Der Gatterkamm ist entweder in der oberen Stellung (auf der Gabel sitzend) = oberes Webfach oder in den vorgesehenen Aussparungen etwas weiter unten = unteres Webfach. Eine sog. „0-Stellung“ ist hier nicht vorgesehen. Auf dem Bild ist der Kamm in der oberen Stellung (auf der Gabel sitzend).

Buntmetall_20

Der Gatterkamm ist fest und sauber in Holz eingelassen. Das obere Teil das Gatterkamms hat längere Leisten damit der Kamm bequem in die dafür vorgesehenen Aussparungen für das jeweilige Webfach gelegt werden kann.

Der Gatterkamm ist zwar sehr fein gehalten, trotzdem kann er als Kettgarn Wolle bis Nadelstärke  6 fassen. Als Schussgarn ist nur der Fantasie Grenzen gesetzt; hier kann alles eingesetzt werden.